Analysen

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Funktionstest

CRH-Stimulationstest (Corticotropin-Releasing-Hormon-Test)

Indikation:
Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz.
Differentialdiagnostik des Cushing-Syndroms.
Überprüfung des hypophysär-adrenalen Systems nach langdauernder, hochdosierter Glukokortikoidtherapie.
DD einer sekundären oder tertiären NNR-Insuffizienz.
(auch im Rahmen eines kombinierten HVL-Stimulationstests einsetzbar)
Beurteilung:
Normal stimulierbare Nebennierenrinde:
deutlicher Anstieg der Cortisol- (bis 200–250 µg/l) und ACTH-Werte
(2–4 fach) (mindestens über 50 % der Normalwerte). Zu berücksichtigen ist die große individuelle Variabilität des ACTH-Anstiegs, die eine Beurteilung der CRH-Tests erschwert. Bei vorausgehender Behandlung mit Kortikoiden ist ggf. bei der Interpretation negativer Testergebnisse Zurückhaltung geboten.

Hypophysärer ACTH-Mangel (sekundäre NNR-Insuffizienz):
Fehlender Anstieg von ACTH und Cortisol.

Hypothalamischer CRH-Mangel (tertiäre NNR-Insuffizienz):
Ausgeprägte und anhaltende ACTH-Freisetzung. Cortisol-Antwort ist vermindert.
verzögerter und prolongierter Anstieg von ACTH und Cortisol.

Zentrales (Hypothalamisch/hypophysäres) Cushing-Syndrom (ACTH-produzierendes Hypophysenadenom):
ACTH basal (hoch)normal. Überschießender Anstieg von ACTH und Cortisol nach Stimulation. Etwa 10 % dieser Patienten zeigen jedoch keinen Anstieg der beiden Hormone.

Adrenales Cushing-Syndrom (Cortisol-produzierender NNR-Tumor oder -Hyperplasie):
ACTH basal nicht messbar. Kein Anstieg von ACTH und Cortisol nach Stimulation.

Ektopes ACTH-Syndrom (z. B. Lungentumore):
ACTH basal normal oder erhöht. Nicht stimulierbar.

Hypophysäradrenales System nach langdauernder, hochdosierter Glukokortikoidtherapie:
Die Suppression der Hypophysär-adrenalen Funktion korreliert nur sehr bedingt mit der Menge der verabreichten Glukokortikoide und kann von Dauer und Dosis der Therapie nicht abgeleitet werden. Entsprechend ist ein Ausschleichen der Glukokortikoidbehandlung sowie ein CRH-Test, ggf. wiederholt durchzuführen, zu empfehlen.
Testprinzip:
Exogenes Cortikotropin-Releasing Hormone (CRH) stimuliert die Ausschüttung des Adrenocortikotropen Hormons (ACTH) aus dem Hypophysenvorderlappen
Messparameter:
Cortisol (Serum), ACTH (=Corticotropin) (EDTA-Plasma, tiefgefroren)
Durchführung:
Der CRH-Test reagiert empfindlich auf exogene Kortikoidgaben. Entsprechend sollten Kortikoide mindestens 3 Tage vorher abgesetzt werden. Vor Testbeginn 2 Std. Ruheperiode. Patient liegend peripheren venösen Zugang legen.
Test möglichst am späten Nachmittag durchführen (Beim Gesunden fällt in dieser Zeit der Cortisolspiegel deutlich ab). Entnahme zur Cortisol- und ACTH-Bestimmung (je Probe I). Anschließend langsame i. v. Gabe von 100 µg CRH (Corticorelin). (bei Kindern 1 µg/kg). Weitere Blutentnahmen nach 15, 30, 45 und 60 (evtl. 90 und 120) Min. für Cortisol und ACTH (je Proben II-V (-VII)). Alle Blut- und EDTA-Röhrchen zentrifugieren. Das Plasma für die ACTH-Bestimmungen muss eingefroren werden.
NW:
Nach der CRH-Injektion kommt es nicht selten zu Hitzegefühl und Flush-Symptomatik, die jedoch nach wenigen Minuten verschwinden.
Evtl. leichte Flushsymptomatik, vorübergehende Geschmacksmissempfindungen, selten allergische Reaktionen.

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